Durch ein Ausbildungsprojekt an der MSS entstand im Jahr 2008 die Idee, eine „Spieliothek“ für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer ins Leben zu rufen. Hintergrund war zum damaligen Zeitpunkt die Umwandlung der MSS zu einer offenen Ganztagsschule und die damit verbundenen längeren Aufenthalte der Schülerinnen und Schüler an der Schule. Außerdem wünschte man sich Anreize zu schaffen, damit Schülerinnen und Schüler ihre Freiräume und die damit verbundene Freizeit aktiver gestalten können. Weiter nutzen die Schülerinnen und Schüler in der „Spielio“ ihre kreativen Kräfte im freien Spiel, knüpfen neue Kontakte – auch über die Klassengrenzen hinaus – und bauen eventuelle Missstimmungen oder auch Aggressionen ab. Sie üben somit „ganz nebenbei“ das partnerschaftliche Miteinander, ohne dass künstliche Lernumgebungen geschaffen werden.

Eine Spieliothek bietet generell die Möglichkeit, die Fähigkeit zum Spielen als eine Form der aktiven Freizeitgestaltung zu erkennen und zu entwickeln.

Dass die Spieliothek an der MSS ein solches Erfolgsmodell ist, liegt natürlich auch daran, dass die Betreuung der Schülerinnen und Schüler und die garantierten Öffnungszeiten durch die Schulsozialarbeiterin, Cornelia Herrmann, täglich gewährleistet sind. Frau Hermann wird hierbei durch engagierte Schülerinnen und Schüler unterstützt, die sich freiwillig, oder auch in der Funktion als Sportmentor für die garantierten Öffnungszeiten engagieren.

Ein weiterer Höhepunkt für die Klassen 5 und 6 der MSS ist der alljährlich stattfindende Spieleabend der Spieliothek, der von Frau Hermann und Herrn Forst vorbereitet und gestaltet wird. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sowohl die Klassiker wie Vier gewinnt, Würfel Bingo, Tabu und Kniffel wieder für sich zu entdecken als auch die Neuheiten der Spielio auszuprobieren.

Die Weiterentwicklung und der Fortbestand der Spieliothek ist allen Gremien der MSS ein besonderes Anliegen.