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Ein Interview mit Julie Tilman, Franco-Kanadierin, die zurzeit in Treysa lebt und an der Melanchthon-Schule Steinatal arbeitet.

07.02.2018, von Charlotte Kaplan, Jasmin Diebel und Anna Guntermann

  

Wie heißen Sie?

Mein Name ist Julie Tilman.

Wo kommen Sie her?

Ich komme aus dem französischsprachigen Teil Kanadas, genauer aus der Provinz Québec. Dort wohne ich in der Stadt Montreal. Zurzeit lebe ich in Treysa.

Was machen Sie beruflich in Ihrer Heimat?

Ich bin in einer Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit einer Firma tätig und bin für die Kommunikation zwischen dieser Firma und den Medien verantwortlich. Außerdem arbeite ich noch als Sozialarbeiterin.

Was sind Ihre Hobbies?

Ich interessiere mich sehr für Literatur, deshalb lese ich gerne und gehe ins Theater. Zudem male ich gern, bin oft in der Natur und reite.

Warum sind Sie hier in Deutschland?

Ich reise sehr gerne und habe deshalb die Möglichkeit wahrgenommen, für eine Zeit in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Es ist für mich auch eine gute Erfahrung, besser Deutsch zu lernen.

Warum haben sie sich dazu entschieden, an der Melanchthon-Schule zu arbeiten?

Ich konnte mir keine spezielle Schule aussuchen, aber habe sehr viel Glück, an dieser Schule zu arbeiten, weil sie sehr schön ist. Ich konnte mir nur aussuchen, ob ich in einer großen oder einer kleinen Stadt leben möchte und ich habe mich für die kleine entschieden.

Was ist das Besondere an der Schule?

Die Lage der Schule ist traumhaft, denn sie liegt im Wald und ist somit sehr naturverbunden. Auch das Schulsystem ist für mich neu gewesen, weil es in Kanada drei Schulstufen gibt. Zuerst geht man sechs Jahre in die Grundschule, danach folgt die weiterführende Schule für fünf Jahre und zuletzt geht man für zwei bis drei Jahre an die Cegép. Dieser letzte Schulabschnitt ist zwar nicht verpflichtend, man benötigt ihn aber, um auf die Uni zu gehen.

Was ist Ihre Aufgabe an der Schule?

Ich bin an der Melanchthon Schule als Französischassistentin tätig. Meine Aufgabe ist es, die Schüler zu motivieren, Französisch zu lernen und die Lehrer zu unterstützen. Außerdem bringe ich den Schülern die Kultur Kanadas und Québecs nahe.

 Was macht Ihnen an dieser Arbeit Spaß?

Ich sehe gerne, wie sich die Schüler entwickeln und Fortschritte machen, denn ich arbeite generell gern mit jungen Menschen.

 Fühlen Sie sich in der Schwalm wohl?

Ich fühle mich sehr wohl, denn ich mag die Natur. Es erinnert mich sehr an meine Kindheit, das ist wirklich schön. Ich habe hier kein Auto und es ist sehr ruhig, aber überhaupt nicht langweilig.

Wie lange sind Sie in der Schwalm?

Ich bin im Oktober 2017 angekommen und bleibe bis Mai 2018, also insgesamt acht Monate.

Was vermissen Sie an Ihrer Heimat Québec?

Vor allem vermisse ich meine Familie, denn ich habe drei Schwestern und meine Mutter zuhause. Ich bin aber so gut in der Schwalm angekommen, sodass ich keinen Grund für Heimweh habe.

Gibt es viele kulturelle Unterschiede bzw. Unterschiede in der Alltagskultur zwischen der Schwalm und Québec?

Vieles ist anders, zum Beispiel das System der Schule oder das Fahren mit dem Bus, auch die generelle Organisation des öffentlichen Lebens. Ich war auf dem Weihnachtsmarkt und auch das ist anders. Die ersten Nächte waren komisch für mich, denn wir haben zuhause kleinere Kissen, aber größere Bettdecken!

Würden Sie nochmals hierher zurückkommen?

Ich würde sehr gerne zurückkommen, aber leider geht das nicht. Ich habe keine Aufenthaltsgenehmigung und ich bauche ein Visum. Es gäbe nur noch die Möglichkeit, in den nächsten drei Monaten zu heiraten, aber das habe ich nicht vor. (lacht)

Was haben Sie in Deutschland gelernt?

Vor allem natürlich die deutsche Sprache. Bisher habe ich aber auch sehr viel von der Kultur mitgenommen und viele neue Menschen kennengelernt. Meine gesamte Lebensgestaltung hat sich verändert. Das tut gut.

 

 

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