Schulleben

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Mit dem März kommt der Frühling. Zumindest ist schon mal meteorlogisch Frühlingsanfang. Das führt mich dazu, mal übers Wetter zu reden. Das Wetter gilt ja nach wie vor als eines der deutschen Lieblingsthemen. Und wirft man einen Blick auf die letzten Wochen, dann kann man ja mit Fug und Recht sagen, dass das Wetter ein Geschenk, ja eine Gnade war. Und schon ist Gott mittendrin – im Wetter und in unserem Alltag.

Wenn etwas Schlimmes auf der Welt passiert, dann erscheint in den sozialen Medien recht schnell ein #pray for ... Es schließt sich eine Stadt oder auch mal ein Land an. Nicht selten sind Menschen für das Schlimme verantwortlich. Eigentlich lässt sich bei dem Schlimmen da nur sprachlos der Kopf schütteln und verstummen. Und eigentlich ist der Ausdruck „Schlimmes“ viel zu schwach, um die Not, die Trauer und die Verzweiflung für Geschehenes auszudrücken. Aber - um Shakespeare zu benutzen - weil es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als sich unsere Schulweisheit träumen lässt, komme ich auf #pray for … zu sprechen.

Ein Gebet gibt uns die Möglichkeit, uns auszudrücken – gemeint sind unser Unverständnis, unsere Traurigkeit, unser Mitgefühl und unsere Wut. Im Gebet zu Gott bleibt man eben doch nicht sprachlos. Wo soll man denn auch sonst hin mit seinen Gefühlen? Wo finde ich Trost, wenn nicht bei Gott – so die Überzeugung von uns Christinnen und Christen.

Zwischendurch eine Folge geht immer. Vermutlich ist dies ein Erfolgsgeheimnis von Serien. Diese werden ja nun von den unterschiedlichen Streamingdiensten oder den Mediatheken in Hülle, Fülle und Eigenproduktionen zur Verfügung gestellt. Und da kann man dann herrlich nach eigenem Geschmack auswählen: Die Geschichtsinteressierten schauen sich „The Crown“ oder „Charité“ an, die Komödienliebenden versammeln sich zu „The Marvelous Mrs. Maisel“ und Avengersjüngerinnen und -jünger kommen an „WandaVision“ nicht vorbei. Es gibt für alle etwas. Jede und jeder wird da vermutlich fündig.

Size egal - was für ein herrliches Wortspiel, oder? An Rosenmontag darf, ja muss das sein. Die Kleidergröße ist in den nächsten Wochen nicht so wichtig. S, M, L oder XL – ist egal. Ich blick natürlich schon auf den Aschermittwoch – mit Karneval habe ich es leider nicht so. Hätte ich rheinisches Blut in mir, dann wäre es vielleicht anders. Aber egal. Am Aschermittwoch startet die Fastenzeit und überraschend viele in Deutschland machen mit. Immer mehr Menschen machen mit und verzichten auf etwas in der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. Sieben Wochen ohne – so lautet die Parole. Menschen haben hier Raum und Möglichkeit für ihre Spiritualität. Sieben Wochen ohne Süßigkeit ist wohl die häufigste Form. Diät und Religion gehen hier Hand in Hand. Ob dies in diesem Jahr sein muss? Size egal, denke ich. Schokolade entwickelt ja Glücksgefühle. Will man in diesem Jahr, in dieser Zeit des Lockdowns wirklich darauf verzichten? Size egal. Verquickung von Diät und Religion hin oder her. Die Schokolade darf bleiben und kann weiterhin gegessen werden.

Jäger und Sammler. Dass uns Menschen dies in den Genen liegt, merke ich immer um den schulischen Halbjahreswechsel. Dann wird überdeutlich, dass es allein mit dem Jäger in mir nicht getan ist. Den Sammler braucht es nämlich auch. Es beginnt zwar immer mit der Jagd nach guten Angeboten, die auch mein Arbeitsleben verbessern - wie etwa der Laptopständer für eine bessere Haltung am Schreibtisch, Druckerpatronen, Rotstifte usw. Jetzt im Jahr 2021 folgt aber nun das mühsame Sammeln. Wo sind noch mal die verflixten Belege hin? Hatte ich sie etwa doch nicht in den grünen Briefkorb gelegt? Die Steuererklärung steht doch an. Und der bewegliche Ferientag räumt ordentlich Zeit ein. Quittungen, Rechnungen, Bescheide und anderes mehr – alles muss nun zusammengesammelt werden. Aber warum erzähle ich dies eigentlich? Gibt es etwas Langweiligeres als die alljährliche Steuererklärung? Das dürfte doch Schülerinnen und Schüler eigentlich gar nicht interessieren?